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Gute Gewohnheiten

IMGP3725und ihr Beitrag zu einem glücklichen Leben

In jedem Leben gibt es Rhythmen und damit verbundene Gewohnheiten. Das sind all die Dinge, die immer wiederkehren. Zum Beispiel Jahreszeiten und für die meisten die Freude auf den Frühling oder mein Schlaf-wach-Zyklus und hoffentlich die Freude gut einzuschlafen und erfrischt aufzuwachen. Oder etwas alltäglicher: jeden Morgen einen Tee zu trinken, Zähneputzen oder die notwendige jährliche Steuererklärung.

All diese Dinge haben ihren Rhythmus, weil sie sich wiederholen und wiederholen und wiederholen. Mal täglich oder wöchentlich, mal monatlich oder jährlich. Günstigstenfalls sind sie auch zu einer liebgewonnenen Gewohnheit geworden, die wir nicht jedesmal hinterfragen, sondern einfach machen. Ich weiß, die Steuererklärung fällt aus diesem Muster für viele raus.

Alles, was wir wieder und wieder tun, bestimmt unser Leben. Und zwar viel mehr als einmalige Aktionen oder Ereignisse. Deswegen gilt:

Je besser und lebensdienlicher meine selbstgewählten Gewohnheiten sind, desto schöner, erfüllter, spannender und lebendiger ist mein Leben.

Wenn ich mich zum Beispiel jedes Jahr einmal in Ruhe hinsetze und gezielt plane, was ich in den nächsten 12 Monaten alles tun, erreichen und erleben will. Dann ist das für mich ein guter Rhythmus, weil ich so mein Leben gestalte, statt es nur abzusitzen.

Oder wenn ich mir jeden Morgen Zeit nehme, um in mich zu gehen, ganz ruhig zu werden, mich zu entspannen, und meinen Kopf leer mache. Dann ist das eine gute Gewohnheit, die mir für den restlichen Tag viel Kraft gibt.

Oder wenn ich mich einmal die Woche mit einer Freundin zum Sport treffe. Sehr dienlich für meine Fitness und mein Wohlbefinden.

Es sind diese Gewohnheiten, die über Erfolg und Misserfolg, Zufriedenheit und Unzufriedenheit oder Erfüllung und Leere entscheiden.

Man kann das eigene Leben einfach nur bewältigen. Nehmen, was kommt. So vor sich hinleben. Oder man kann das eigene Leben aktiv gestalten. Selbst wählen. Und etwas tun für das eigene Glück.

Eine gute Möglichkeit dazu wären gute Gewohnheiten zu finden und zu etablieren.

Jetzt ist natürlich die Frage: Welche Gewohnheiten sind wirklich gut für mich?

Dabei erlebe ich es in meinen Coachings immer dann als schwierig, wenn die neuen Gewohnheiten eher allgemeingültig gut sein sollen, aber für die betreffende Person gar nicht wirklich passen. Denn dann gibt es genug innere Widerstände, die die neue Gewohnheit gezielt torpedieren. Deshalb ist es gut, sich ein bisschen Zeit zu nehmen, um zu schauen, welche neuen Gewohnheiten für einen selbst wirklich gut sind. Die fangen in der Regel nicht mit dem Satz an: Man sollte…

Hier einige Leitfragen, die beim Nachdenken über neue Gewohnheiten vielleicht helfen können:

  • Welche Gewohnheiten in meinem Leben tun mir gut?  Was ist eher schädlich für mich?
  • Von welcher Qualität brauche ich mehr in meinem Leben? (Zum Beispiel: Klarheit, Ruhe, Motivation, Lebendigkeit, Abwechslung, Ausgeglichenheit, Selbstakzeptanz, Gelassenheit)
  • Welche Qualität würde ich gerne in meinem Leben stärken? Und welche neue Gewohnheit könnte diese Qualität mehr in mein Leben bringen?
  • Die wichtigste Frage: Was will ich wieder und wieder tun, weil es mir gut tut? Was genau will ich tun? Wann? Wo? Mit wem? Wie genau? Wie lange? (Diese Frage bitte ganz konkret und detailliert beantworten)
  • Wie etabliere ich einen Rhythmus für diese neue Gewohnheit in meinem Leben?

Tatsächlich ist das nicht ganz einfach, aber mit ein bisschen Entschlossenheit und Durchhaltevermögen bekommt man es gut hin. Das Gehirn braucht etwa einen Monat stetiger Wiederholung, bis es eine Tätigkeit nicht mehr als ungewöhnlich hinterfragt, sondern zu dem macht, was es sein soll: eben eine Gewohnheit. Das ist in meinen Augen auch ein Teil des Problems der Steuererklärung. Sie kann sich nicht zur echten Gewohnheit entwickeln, weil wir sie in der Regel nur einem im Jahr machen. Wenn solche Dinge dann auch noch gesellschaftlich negativ besetzt sind, dann entstehen in unserem Gehirn automatisch Widerstände. Selbst bei Menschen, die vom Finanzamt Geld zurückerwarten können.

Um Gewohnheiten gut zu installieren, hilft die Beantwortung folgender Fragen:

  • Wie kann ich mich zuverlässig an meine neue Gewohnheit erinnern, so lange, bis ich diese automatisch tue? Und zwar so, dass ich mich nicht selbst austricksen kann. Welche Hilfsmittel können mir dabei helfen?
  • Wie kann ich mich selbst dazu bringen, meine neue Gewohnheit anzuwenden, auch wenn ich im Augenblick der Wahrheit einen Unlustmoment habe?
  • Wie kann ich mir von anderen Menschen helfen lassen? Wie kann ich gemeinsam mit anderen meine oder unsere neuen Gewohnheiten etablieren?
  • Welche regelmäßigen Ereignisse in meinem Leben kann ich nutzen, um meine neuen Gewohnheiten in einen guten Rhythmus zu bringen? (Immer an meinem Geburtstag … Immer 8 Wochen vor meinem Mitarbeitergespräch … Immer nach dem Zähneputzen …)

Ein Weg zu mehr Glück ist, langfristig und dauerhaft günstige Gewohnheiten im eigenen Leben zu etablieren und diese immer und immer wieder anzuwenden. Viel Spaß beim Entdecken und Etablieren neuer, glücksbringender Gewohnheiten!

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Über Gisela Enders - Coach

Coach, Autorin, Bloggerin

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